Scheibenpanik: Was tun, wenn wir dauernd das Ziel verfehlen?

Der Albtraum eines jeden Bogenschützen: Obwohl wir das Ziel klar vor Augen haben, den Bogen heben, ausziehen und wie gewohnt zu schießen beginnen, packt uns innerlich plötzlich eine Angst des Versagens. Wir schwimmen mit dem Bogen umher, verreißen den Schuss oder – schlimmer noch – sind durch zu langes Einfrieren gar nicht mehr fähig, den Pfeil überhaupt ins Ziel zu bewegen.

Dieses Phänomen wird Scheibenpanik (engl. „targetpanic“) oder auch Goldfieber genannt. Fachleute verstehen darunter eine negative psychische Einstellung bzw. mentale Störung des Bogenschützen zum Lösen des Pfeils.

Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Zumeist treffen mehrere verschiedene kognitive und emotionale Aspekte zusammen, die durch ihr Zusammenwirken eine derart unerwünschte Verhaltensweise beim Schützen manifestieren.

Was können Betroffene tun, um die Scheibenpanik zu überwinden?

Im Internet und in der Fachliteratur kursieren viele verschiedene Ansätze, die helfen sollen, das Phänomen der Scheibenpanik zu überwinden. Sie reichen von alternativen Übungen mit Pfeil und Bogen (z. B. anstelle der klassischen FITA-Scheibe auf einen schwarzen oder braunen Untergrund zielen) bis hin zu umfassenden psychologischen Modellen und Therapieansätzen. Zudem behaupten einige Trainer, dass die Ursache für die Scheibenpanik häufig in einer jahrelang falsch praktizierten Schießtechnik und gar nicht im Wesen der Schützen selbst liegen soll.

Alle diese Behauptungen und Ansätze mögen ihre Berechtigung haben und entweder mittel- oder sogar langfristig zur Überwindung der Scheibenpanik beitragen.

Als erfahrener Hypnose-Coach weiß ich jedoch, dass die Scheibenpanik genauso wie alle anderen Ängste und Panikerkrankungen zumeist durch Denkmuster und Programme im Unterbewusstsein bewirkt wird. Oder anders herum: Mittels der Hypnose ist es möglich, die tatsächliche Ursache der Scheibenpanik beim einzelnen Betroffenen zu identifizieren, die Ursache zu klären und die Panik zu lösen*.

Ursache für Scheibenpanik liegt zu 90 Prozent im Unterbewusstsein

Darüber hinaus empfehle ich Ihnen als Ersthilfe:

a) das Bogenschießen wegen einer möglichen Scheibenpanik nicht aufzugeben. Haben Sie keine Angst vor der Angst bzw. Panik! Es gibt für alles eine Lösung. Gerade jetzt ist es wichtig, dass Sie im Training bleiben und sich weiter motivieren.

b) Versuchen Sie, möglichst ruhig und gelassen zu bleiben. Spüren Sie genau hin, wie es sich anfühlt, den Bogen in der Hand zu halten. Spüren Sie Ihre Füße, den Boden darunter und wie Sie gerade stehen. Machen Sie sich bewusst, dass der Pfeil ein Pfeil und das Ziel ein Ziel ist. Einen Grund dafür, auf Anhieb treffen zu müssen oder jemandem etwas zu beweisen, gibt es nicht. Jedes Mal, wenn Sie den Bogen spannen, ist es der Beginn einer persönlichen Legende – egal, ob Sie treffen oder nicht. Zelebrieren Sie es einfach, ohne sich falschem Druck zu unterwerfen.

c) Sagen Sie sich nicht, dass Sie Bogenschießen „trainieren“, wenn Sie den Platz betreten, sondern dass Sie „üben“. Das klingt viel weicher und etwaige Fehler haben Sie sich damit – zumindest sprachlich – bereits verziehen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit also weg vom Misserfolg. Jedes Mal, wenn Sie einen Verriss gedanklich bestrafen, baut das nur noch weiteren Druck auf. Gehen Sie stattdessen möglichst sanft und liebevoll mit sich selbst um.

Wenn Sie sich für eine Hypnose-Sitzung interessieren, kommen Sie gerne auf mich zu.

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Kontaktieren Sie mich gerne telefonisch unter 0151 / 614 651 93.

Ihr Roger Lange

(* In seltenen Fällen sind Wiederholungssitzungen nötig, da eine Panik schon von ihrer Symptomatik her deutlich von einer Angst zu unterscheiden ist. Dies verlangt ggf. eine entsprechend angepasste Behandlungsweise.)

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